Erfahrungsbericht Approtime 2012 - 2013 – Gute Zeiten, interessante Zeiten

Hallo! Wenn Du das hier liest, hast Du wahrscheinlich bald Deinen ersten Einsatz vor Dir. Wahrscheinlich bist Du aufgeregt und denkst Dir gerade: „Was habe ich mir hier eingebrockt.“
Aber keine Angst das geht sehr schnell vorbei und Du kannst anfangen die Vorteile, die diese spannende Aufgabe Dir bietet, zu genießen. Uns ging es am Anfang nicht anders. Aber Frau und Herr Gerlach und Frau Honer stehen Dir jederzeit tatkräftig zur Seite und helfen Dir nach Kräften. Darauf kannst Du dich verlassen. Oder ruf doch einfach einen der anderen Approtimer an. Meistens ist man überrascht wie schnell man sich festquatscht.


Ich war insgesamt 1.5 Jahre, meine Freundin sogar 2 Jahre bei Approtime. Da es bis jetzt noch keinen Erfahrungsbericht eines Pärchens gibt, haben wir uns überlegt, dass wir diesen Erfahrungsbericht gemeinsam verfassen. Wir versuchen Dir ein Gefühl dafür zu geben, was Dich in der nächsten Zeit erwartet.
Das sagt Er:
Warum fängt man einen Job wie bei Approtime an? Unbestreitbar: es gibt einige Vorteile. Man kann unzählige Apotheken und Organisationsformen kennenlernen. Sollte man jemals eine eigene Apotheke aufmachen wollen, kennt man die Vor und Nachteile. Bevor man diesen Job gemacht hat, weiß man eigentlich gar nicht, wie unterschiedlich und doch gleich die verschiedenen Apotheken sind. Sicher, der Ablauf und die Aufgabe, Patienten mit Medikamenten zu versorgen, sind immer gleich. Dennoch gibt es so viele unterschiedliche Wege das zu erreichen. Die eine Apotheke setzt auf einen vollautomatischen Kommissionierer in dem sogar Kühlartikel eingelagert sind, die andere setzt noch auf POR (Kärtchen ziehen!
Man trifft viele verschieden Leute und merkt erst wie unterschiedlich die Leute in den verschiedenen Regionen Deutschlands sind.
Auf jeden Fall war es in den folgenden Bewerbungsgesprächen immer von Vorteil, wenn man von seiner Zeit bei Approtime erzählt hat. Von daher eine Erfahrung, die ich im Nachhinein nicht missen möchte. Man lernt sich durchzusetzen und auch schwierige Kunden gelassen hinzunehmen. Auch nicht zu unterschätzen ist der Zeitfaktor. Klar, die Apotheke, die von acht bis acht von Montag bis Samstag geöffnet und am Sonntag noch Notdienst hat, ist super anstrengend! Aber dafür kann man sich, wenn man genügend Überstunden hat, auch mal einen Traum erfüllen. Ein Approtimer und Freund von uns ist gerade drei Monate in Guatemala Überstunden abfeiern... In welchem anderen Job ist das schon möglich? Aber kommen wir zum Arbeitsalltag. Meistens ist der erste Tag der, an dem man sich am meisten konzentrieren muss. Schließlich weiß man nicht, wo irgendwas steht und trotzdem muss man dem Kunden das Gefühl geben, dass man nicht der letzte Depp ist. Gar nicht so einfach. Wenn jetzt noch das Computersystem neu ist, wird es besonders interessant. Dennoch überrascht man sich immer wieder selbst, wie schnell man das alles lernt und am zweiten Tag klappt es oft schon fast wie von selbst. Die anderen Mitarbeiter helfen einem auch so gut wie fast immer, sich schnell ein zu gewöhnen. Der erste Tag bleibt aber bis zum letzten Einsatz immer spannend.
Natürlich gibt es auch weniger positive Aspekte. Stammkunden und Abgabe ohne Rezept sind so gut wie jedes mal Thema. Hier muss jeder für sich selbst rausfinden, was er noch vertreten kann.
Letztlich muss man auch der Typ dafür sein, alle paar Wochen an einem anderen Ort zu wohnen. Man kriegt aber sehr viel von Deutschland zu sehen und hat in geselliger Runde immer was zu erzählen. Von daher denke ich, dass Du alles richtig gemacht hast. Ein bisschen Approtime ist nie verkehrt! Wir haben jetzt beide aufgehört, um uns auch mal wieder länger am Stück zu sehen und wieder einen festen Ausgangspunkt zu haben. Nach den Nomadenjahren ist das doch auch sehr schön. Falls Du noch irgendwas wissen willst, Du mehr Geschichten hören, irgendein Problem hast oder Dir einfach nur langweilig ist, kannst Du uns jederzeit anrufen. Frau Gerlach gibt Dir sicher unsere Nummer. Wirklich kein Problem! Wir freuen uns!
Das sagt Sie:
Erst einmal möchte ich auf die „Pärchensache“ eingehen: Nachdem mir die Arbeit so gut gefallen hat, konnte ich meinem Freund ja schlecht verbieten, es auch auszuprobieren.
Ab diesem Zeitpunkt wurde das Beziehungsleben natürlich noch „schwieriger“. Sprich wir haben uns noch unregelmäßiger gesehen, weil ich nicht einfach immer, wenn ich frei hatte (und das hat man ja doch ziemlich häufig) zu ihm nach Hause fahren konnte. So vergingen doch oft einige Wochen bis wir uns mal wieder sehen konnten. Im Winter hat es wirklich gut geklappt, dass wir gemeinsame Wochen frei hatten. Im Sommer leider nicht, da hat fast immer einer von uns beiden gearbeitet. Das war zum Teil der Sache geschuldet dass mein Freund sehr viel eingeteilt war, zum Teil war es auch unsere Schuld, weil wir nicht rechtzeitig mal überlegt haben, Urlaub einzuplanen. Denn ich muss sagen, wenn du Urlaub machen möchtest/ frei brauchst, versuchen Frau Honer und Frau Gerlach-Braun alles, um dies zu ermöglichen.
Insgesamt kann man es, mit etwas guter Planung, auf jeden Fall auch zu zweit bei Approtime aushalten und die vielen Erfahrungen sind die „Fernbeziehung auf Zeit“ wirklich wert! Also lasst euch davon nicht abschrecken! Man hat die Möglichkeit viel zu erleben und zu entdecken. Ich habe noch nie so viele Fotos gemacht, wie in den beiden Jahren.
Ich konnte in meinen knapp zwei Jahren bei Approtime so viele nette Ecken in Deutschland kennen lernen. Zum Beispiel durfte ich 3 Wochen ins Allgäu, direkt an die Berge, bei Schloss Neuschwanenstein. Praktischerweise machen die Dorfapotheken in Bayern gerne mittwochs- und samstags Mittag zu, so dass ich richtig viel unternehmen konnte.
Andere müssen dafür Urlaub nehmen. Auch toll ist, dass ich Ecken von Deutschland kennengelernt habe, in die ich sonst wahrscheinlich nie gekommen wäre. Auch ich fand besonders reizvoll die doch teilweise gravierenden Unterschiede.
Obwohl jede Apotheke vom Prinzip her ja erst mal gleich aufgebaut ist, ist es doch wirklich spannend, welche krassen Unterschiede es in der Praxis gibt. Da stehe ich eine Woche noch in der topmodernen Apotheke mit Kommissionierer, Touch-Bildschirmen, Rezeptscanner, 20 Mitarbeitern und Hochbetrieb und nur ein paar Tage später, noch total im Technikrausch, plötzlich in „der alten Dorfapotheke“. Das ist dann schon ein leichter Kulturschock. Aber beides lief. In der kleinen Apotheke waren die Kunden so nett und geduldig, dass das Arbeiten (nach kleiner Eingewöhnungsphase) richtig Spaß gemacht hat.
Natürlich gibt es auch mal Apotheken, in denen man gar nicht klar kommt und in die es einen zu keiner zweiten Vertretung hinzieht. Aber da stehen die Chefs und Frau Honer wirklich hinter einem. Sie versuchen alles, um bei der Lösung des Konflikts vor Ort zu helfen und schicken einen auch nicht mehr in die Apotheken, in die man nicht mehr will.
Und noch ein Tipp zu Schluss: Was am besten gegen Frust bei nervigen Vertretungskunden hilft. Mit den Approtimekollegen reden, die auch schon mal in dieser Apotheke waren. Meistens ging es ihnen nämlich ganz ähnlich und nach kurzer Aufregung kann man über die dummen Geschichten lachen und sich freuen, dass der ganze Ärger wohl doch nicht nur an einem selber lag. Perfekt dafür sind natürlich das Weihnachtsseminar und der Betriebsausflug im Sommer, Die waren immer richtig lustig und haben viel Spaß gemacht! So habe ich viele nette Menschen kennengelernt. Und nach so einem Austausch bin ich jedes mal wieder viel motivierter an die nächste Vertretung herangegangen. Aber auch zwischendurch klappt es ab und zu, dass man mal einen der Kollegen trifft. Telefonieren geht natürlich immer.
Und wie mein Freund schon erwähnt hat, das Beste an dem Job ist: Man hat wirklich immer etwas zu erzählen.